Im Wert von zwei Milliarden Euro: EU-Außenminister billigen neues Munitionspaket für die Ukraine

568
0
Die Ukraine versucht derzeit, die russischen Truppen im Osten des Landes zurückzuschlagen – unter hohem Materialeinsatz. Die EU will nun mit einer Großlieferung Kiews Feuerkraft sichern.

Die Ukraine kann in ihrem Kampf gegen Russlands Aggression auf weitere Unterstützung aus der EU hoffen. Wie die Außenministerinnen und -minister der Mitgliedstaaten bei einem Treffen in Brüssel vereinbarten, soll das Land in den kommenden zwölf Monaten eine Million neue Artilleriegeschosse erhalten. Das berichten Nachrichtenagenturen übereinstimmend unter Berufung auf Diplomatenkreise.

Um die Kosten gerecht zu verteilen, werden den Planungen zufolge rund zwei Milliarden Euro an EU-Mitteln mobilisiert. Die Lieferung ist demnach grundsätzlich beschlossen, am Nachmittag sollen auch die EU-Verteidigungsminister dem Beschluss noch zustimmen. Am Donnerstag soll das Munitionspaket beim EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs dann abschließend gebilligt werden.

Laut Angaben von Verteidigungsminister Boris Pistorius soll die zusätzliche Munition über bestehende nationale Rahmenverträge, aber auch über ein neues europäisches Beschaffungsprojekt gekauft werden. »Wir bündeln damit Europas Marktmacht«, sagte der SPD-Politiker. »Das hat es in der Form noch nicht gegeben.« Es habe absolute Priorität, dass noch in diesem Jahr Munition in nennenswerter Menge geliefert werde.

Hintergrund der neuen Pläne sind Sorgen, dass der Ukraine in der nächsten Zeit wichtige Munition fehlen könnte. Dabei geht es insbesondere um Artilleriegeschosse im Kaliber 155 mm. Auch auf russischer Seite hatte es in den vergangenen Wochen vermehrt Berichte über Engpässe gegeben.

Die EU-Kommission und der Außenbeauftragte Josep Borrell hatten deshalb kürzlich einen Plan vorgelegt, wie mögliche Lieferungen beschleunigt werden könnten.

Von den zwei Milliarden Euro soll eine Milliarde für Rückerstattungen an jene Mitgliedstaaten genutzt werden, die zügig aus ihren eigenen Beständen an das von Russland angegriffene Land liefern. Die zweite Milliarde soll gemeinsame Beschaffungsprojekte voranbringen. Die Idee ist, dass durch Sammelbestellungen Preise gedrückt und Bestellungen beschleunigt werden. Borrell hatte dabei zunächst Beschaffungen über die Europäische Verteidigungsagentur (EDA) angeregt.

Quelle: https://www.spiegel.de/ausland/ukrainekrieg-eu-aussenminister-bringen-neues-munitionspaket-auf-den-weg-a-8f5f3be0-6b6e-4054-acff-eb593df2b1f1

Lesen Sie auch:

Reiche Russen wollen Immobilien in Karlsbad verkaufen

Rund 20.000 Wohnungen und Häuser befinden sich im tschechischen Kurort Karlsbad in russischem Eigentum. Doch aus Angst vor Sanktionen und dem Einfrieren von Vermögen stehen viele Immobilien jetzt zum Verkauf. Von Andreas Wolter. mehr Meldung bei www.tagesschau.de lesen Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/immobilien-karlsbad-russland-ukraine-krieg-101.html

Mehr...

Evergrande zahlt offenbar auch nach Fristablauf Zinsen nicht

Auch nach Ablauf der Frist soll der chinesische Immobilienentwickler Evergrande eine Zinszahlung nicht geleistet haben. Nun wachsen erneut die Sorgen, dass der Konzern zusammenbrechen könnte. mehr Meldung bei www.tagesschau.de lesen https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/evergrande-china-zahlungsausfall-wohnungsbaukonzern-101.html

Mehr...

Türkische Lira sinkt auf neue Tiefs

Die türkische Lira ist am Donnerstag auf neue Tiefstände zu US-Dollar und Euro gefallen. So stieg der Dollar auf einen Rekordstand von 23,4 Lira und der Euro auf 25,50 Lira. Am Vortag hatte die Lira zum Dollar bereits den stärksten Tageseinbruch seit einem Jahr verzeichnet. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, die türkische Regierung habe ihre Dollar-Verkäufe […]

Mehr...
All Works and Words Copyright © 2019 Die Wahl