Kremlsprecherin berichtet von Kämpfen zwischen den Eliten

821
0

Machtkämpfe unter russischen Eliten und ein Kontrollverlust des Kremls? Nun hat die Sprecherin des russischen Außenministeriums öffentlich Probleme eingeräumt.

Immer wieder dringen Informationen über Machtkämpfe im inneren Zirkel von Kremlchef Wladimir Putin an die Öffentlichkeit. Dabei sorgt unter anderem der Chef der Söldnertruppe „Wagner“, Jewgeni Prigoschin, mit seiner Kritik an der russischen Kriegsführung für Aufsehen. Das führt zu einem weiteren Problem für die russische Führung: denn Ultrapatrioten werfen dem Kreml vor, bei der „Propagandaschlacht“ gegen die Ukraine versagt zu haben.

Doch was ist wirklich dran an den Berichten, dass Putin die Informationshoheit in seinem Land verliert? Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat nun offenbar zugegeben, dass der Kreml die „zentrale Kontrolle“ über den russischen Informationsraum aufgegeben hat und Putin dies auch nicht ohne Weiteres ändern kann. Das schreiben Experten des amerikanischen Instituts für Kriegsstudien (ISW) in ihrem jüngsten Lagebericht zu Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Während einer Podiumsdiskussion am 11. März in Moskau habe Sacharowa demnach erklärt, dass der Kreml darin versagt habe, ein modernes Äquivalent zum sowjetischen Informationsbüro nach Stalins Vorbild einzurichten. Der Grund seien „Machtkämpfe“ zwischen den „Eliten“.

Bei dem Treffen debattierten laut ISW Vordenker, Journalisten und Unterstützer der sogenannten Noworossija-Bewegung über die „praktischen und technologischen Aspekte der Informations- und kognitiven Kriegsführung in der gegenwärtigen Situation“. Mit Noworossija, zu Deutsch: Neurussland, werden die ukrainischen Gebiete, die sich Russland einverleiben will, bezeichnet.

Es sei bei der Diskussion zu einem Schlagabtausch zwischen Sacharowa und dem kremlnahen Unternehmer und Internetexperten Igor Aschmanow gekommen. Denn der habe die „zwiespältige Informationspolitik“ der russischen Führung auf offener Bühne kritisiert. Die Armeeführung spreche etwa von einem „Krieg“, obwohl davon offiziell keine Rede sein dürfe, soll Aschmanow gesagt haben. Er habe bekräftigt, dass die russische Führung sich ein Beispiel an der Informationspolitik Stalins im zweiten Weltkrieg nehmen solle.

Lesen Sie auch:

Mit 91 Jahren gestorben: Michail Gorbatschow ist tot

In Deutschland haben sie ihn geliebt, im eigenen Land haben sie ihn verachtet. Michail Gorbatschow schrieb Geschichte und eröffnete Chancen, die der Westen verspielte.Er war der Mann mit den Blutflecken auf der Stirn, das war sein Stigma, und Hegel oder Schelling hätten daraus seine geschichtliche Berufung abgeleitet, seine Großtaten, welche die Welt veränderten, und vor […]

Mehr...

Getöteter Obdachloser: Polizei hofft auf Fahndung in TV

Knapp ein Jahr nach der Tötung eines Obdachlosen in Hannover fehlt von dem Täter oder den Tätern weiterhin jede Spur. Das Verbrechen an dem 54-Jährigen wird an diesem Mittwoch (20.15 Uhr) deshalb zu einem Fall in der ZDF-Fernsehsendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“. Die Ermittler hoffen auf neue Hin https://www.t-online.de/region/hannover/news/id_92288146/getoeteter-obdachloser-polizei-hofft-auf-fahndung-in-tv.html

Mehr...

Streit zwischen Obdachlosen eskaliert: In Gesäß gestochen

Die Berliner Polizei ermittelt gegen einen Obdachlosen, der einem anderen obdachlosen Mann mit einem Messer in das Gesäß gestochen haben soll. Die beiden Männer im Alter von 28 und 48 Jahren sollen am Mittwochabend im Görlitzer Park in Streit geraten sein, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Ansch https://www.t-online.de/region/berlin/news/id_92260438/streit-zwischen-obdachlosen-eskaliert-in-gesaess-gestochen.html

Mehr...
All Works and Words Copyright © 2019 Die Wahl