Von der Leyen in Brasilien: Ja zu Mercosur – trotz Differenzen

1.014
0

Die EU hofft trotz Differenzen auf den Abschluss eines Handelsabkommens mit der südamerikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur bis Ende des Jahres. Dazu reiste Kommissionspräsidentin von der Leyen nun unter anderem nach Brasilien.

Es herrscht reger Reisebetrieb zwischen Europa und Lateinamerika derzeit. In nur einem halben Jahr sind Bundespräsident und Bundeskanzler sowie sechs Minister in Brasilien zu Gast. Am Montag dann: höchster Besuch aus Brüssel. Es war der Auftakt der Lateinamerika-Reise von EU-Kommissionspräsidkentin Ursula von der Leyen – und Teil einer neuen Charmeoffensive.

„Präsident Lula, Sie haben Brasilien dorthin zurückgebracht, wo es als wichtiger Global Player, als Anführer in der demokratischen Welt, hingehört“, sagte von der Leyen. „Und ich bin hier, um zu sagen, dass Europa wieder da ist, zurück in Brasilien, zurück in Lateinamerika.“

Ziel ist Mercosur-Abschluss noch in diesem Jahr

MIt Brasiliens neuem Präsidenten Lula da Silva soll nun möglich sein, was unter seinem Vorgänger Jair Bolsonaro auf Eis gelegt wurde – unter andem wegen dessen Blockade beim Klimaschutz: Ein Handelsakommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten abzuschließen. Es würde die größte Freihandelszone der Welt schaffen.

Ziel sei ein Abschluss noch in diesem Jahr, auch weil die neue geopolitisch Lage das erfordere. Wo Russland als Energie- und Nahrungsmittellieferant ausfällt, könnte Südamerika einspringen.

Lesen Sie auch:

Ungarn, die Autoindustrie und das Ende der europäischen Selbsttäuschung

Von Yevgeny Bort Warum Pragmatismus beginnt, Europas moralische Rhetorik zu überholen Europa spricht gern über sich selbst. Über Klima, Nachhaltigkeit, Werte, globale Verantwortung. Dieser Wortschatz ist längst ritualisiert, er klingt richtig, vertraut, beinahe beruhigend. Doch je öfter er wiederholt wird, desto deutlicher zeigt sich eine Leerstelle. Nicht, weil die Probleme erfunden wären, sondern weil sich […]

Mehr...

Bis zu 26 Grad in Norddeutschland

In Norddeutschland wird es in den nächsten Tagen bis zu 26 Grad warm. Damit bleiben die Temperaturen deutlich unter den Werten, die für das Wochenende im Westen und Südwesten Deutschlands mit teils über 36 Grad erwartet werden. Am Donnerstag gibt es in Hamburg Höchstwerte von 22 Grad und die Wolken https://www.t-online.de/region/hamburg/news/id_100017732/bis-zu-26-grad-in-norddeutschland.html

Mehr...

Russland droht größeres Haushaltsloch als befürchtet

Russland droht ein noch größeres Haushaltsloch in diesem Jahr als ohnehin befürchtet. Wie die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Finanzministerium berichtet, weist der Staatshaushalt nach den Monaten Januar und Februar bereits ein Defizit von umgerechnet 32,3 Milliarden Euro aus. Das sind schon jetzt fast 90 Prozent des für das Gesamtjahr eingeplanten Defizits von 36,6 […]

Mehr...
All Works and Words Copyright © 2019 Die Wahl