Schätzung der US-Geheimdienste: Mehr als 20.000 Russen seit Dezember bei Bachmut getötet

631
0

In den vergangenen fünf Monaten sind nach US-Informationen Tausende russische Soldaten bei Kämpfen um Bachmut verletzt oder getötet worden. Trotz der hohen Verluste habe Moskau dabei kein »strategisch wichtiges Territorium« erobert.

Bei Kämpfen um die ostukrainische Stadt Bachmut sind nach Schätzung von US-Geheimdiensten auf russischer Seite allein seit Dezember mehr als 20.000 Soldaten getötet worden. Bei etwa der Hälfte von ihnen handle es sich um Soldaten der russischen Söldnertruppe Wagner. Das sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates, John Kirby, in Washington. Die meisten von ihnen seien russische Strafgefangene gewesen, die ohne ausreichende Kampf- oder Gefechtsausbildung in den Krieg geschickt worden seien. Angaben zu den Opferzahlen der ukrainischen Streitkräfte machte er nicht.

US-Generalstabschef Mark Milley hatte im November von weit mehr als 100.000 getöteten oder verwundeten russischen Soldaten in den ersten acht Kriegsmonaten berichtet. Das Gleiche gelte wahrscheinlich für die ukrainische Seite, sagte er damals in New York. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Zahlen nicht.

Bachmut seit Monaten umkämpft

Russland kontrolliert nach seinem Einmarsch vor über 14 Monaten einschließlich der bereits 2014 annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim beinahe ein Fünftel des ukrainischen Staatsgebiets. Die östliche Stadt Bachmut wird seit Monaten gemeinsam von der russischen Armee und der Wagner-Truppe angegriffen. Inzwischen kontrollieren die Angreifer nach eigenen Angaben rund 85 Prozent des Stadtgebietes.

»Russlands Versuch einer Offensive im Donbass, weitgehend über Bachmut, ist gescheitert«, sagte Kirby dagegen. »Russland ist es nicht gelungen, wirklich strategisch wichtiges Territorium zu erobern.« Eine Eroberung Bachmuts werde den Verlauf des Kriegs nicht zugunsten Russlands ändern.

»Für Russland sind diese Bemühungen, vor allem in Bachmut, mit einem sehr, sehr hohen Preis verbunden«, sagte Kirby. Russlands Waffenvorräte und Truppen seien erschöpft, die ukrainische Verteidigung in den Gebieten um Bachmut bleibe hingegen weiterhin stark.

Quelle: https://www.spiegel.de/ausland/us-geheimdienste-mehr-als-20-000-russen-seit-dezember-in-ukraine-getoetet-a-80dfa023-f6e8-4c51-a6e4-eb6190fa7af1

Lesen Sie auch:

Sachsen: Festnahme wegen Vertriebs rechtsextremer Literatur

Eine Gruppe von Verdächtigen soll im Internet nationalsozialistische und rechtsextreme Literatur vertrieben haben. Die Bundesanwaltschaft ermittelt. Nun wurde einer der mutmaßlichen Täter festgenommen. mehr Meldung bei www.tagesschau.de lesen https://www.tagesschau.de/inland/rechtsextremismus-kriminalitaet-101.html

Mehr...

Möglicher NATO-Beitritt: Finnland will „binnen Wochen“ entscheiden

Nun soll es ganz schnell gehen: Angesichts des Ukraine-Krieges will Finnland bereits in wenigen Wochen über einen möglichen Antrag zur Aufnahme in die NATO entscheiden. Moskau dürfte das als Provokation auffassen. mehr Meldung bei www.tagesschau.de lesen https://www.tagesschau.de/ausland/finnland-nato-beitritt-eu-russland-ukraine-krieg-101.html

Mehr...

Bernd Neuendorf zum neuen DFB-Präsidenten gewählt

Er war der Kandidat des Amateur-Lagers – und hat sich durchgesetzt: Der neue Präsident des Deutschen Fußball-Bundes ist der 60-jährige Bernd Neuendorf. Er gewann die Wahl auf dem DFB-Bundestag gegen Peter Peters deutlich. mehr Meldung bei www.tagesschau.de lesen https://www.tagesschau.de/sport/dfb-wahl-neuendorf-101.html

Mehr...
All Works and Words Copyright © 2019 Die Wahl