Von der Leyen in Brasilien: Ja zu Mercosur – trotz Differenzen

1.094
0

Die EU hofft trotz Differenzen auf den Abschluss eines Handelsabkommens mit der südamerikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur bis Ende des Jahres. Dazu reiste Kommissionspräsidentin von der Leyen nun unter anderem nach Brasilien.

Es herrscht reger Reisebetrieb zwischen Europa und Lateinamerika derzeit. In nur einem halben Jahr sind Bundespräsident und Bundeskanzler sowie sechs Minister in Brasilien zu Gast. Am Montag dann: höchster Besuch aus Brüssel. Es war der Auftakt der Lateinamerika-Reise von EU-Kommissionspräsidkentin Ursula von der Leyen – und Teil einer neuen Charmeoffensive.

„Präsident Lula, Sie haben Brasilien dorthin zurückgebracht, wo es als wichtiger Global Player, als Anführer in der demokratischen Welt, hingehört“, sagte von der Leyen. „Und ich bin hier, um zu sagen, dass Europa wieder da ist, zurück in Brasilien, zurück in Lateinamerika.“

Ziel ist Mercosur-Abschluss noch in diesem Jahr

MIt Brasiliens neuem Präsidenten Lula da Silva soll nun möglich sein, was unter seinem Vorgänger Jair Bolsonaro auf Eis gelegt wurde – unter andem wegen dessen Blockade beim Klimaschutz: Ein Handelsakommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten abzuschließen. Es würde die größte Freihandelszone der Welt schaffen.

Ziel sei ein Abschluss noch in diesem Jahr, auch weil die neue geopolitisch Lage das erfordere. Wo Russland als Energie- und Nahrungsmittellieferant ausfällt, könnte Südamerika einspringen.

Lesen Sie auch:

Liefert Lukaschenko den Russen bald chinesische Waffen?

China hat in dieser Woche den Gewaltherrscher von Belarus, Alexander Lukaschenko, empfangen. Warum eigentlich? Wollte Xi Jinping nur mal dem Westen eine Nase drehen? Oder wurde bei dem Treffen ein Trick besprochen: Waffenlieferungen aus China nach Russland – via Belarus? Geheimdienste sind alarmiert, auch die belarussische Opposition warnt. Xi Jinping begrüßte den aus dem fernen […]

Mehr...

Bahn kündigt Generalsanierung des Streckennetzes an

Die Bahn will das Streckennetz einer Generalsanierung unterziehen – mit weitreichenden Folgen. Die Kunden „werden durch ein Tal der Tränen gehen“, so die Gewerkschaft EVG. Dabei wird das Pünktlichkeitsziel jetzt bereits verfehlt. mehr Meldung bei www.tagesschau.de lesen https://www.tagesschau.de/wirtschaft/deutsche-bahn-sanierung-101.html

Mehr...

AKW Saporischschja wieder am Netz

Infolge der massiven Angriffswelle auf die Ukraine war auch das Atomkraftwerk Saporischschja vom Stromnetz getrennt – mittlerweile ist das AKW wieder an die externe Stromzufuhr angeschlossen. Moskau nannte die Angriffe eine „Rache“. Die externe Stromversorgung des ukrainischen Atomkraftwerks Saporschischja ist nach den jüngsten russischen Angriffen wiederhergestellt worden. Der Strom fließe wieder, teilte Stromnetzbetreiber Ukrenerho mit. […]

Mehr...
All Works and Words Copyright © 2019 Die Wahl