Russlands Krieg gegen die Ukraine: Nato-Chef spricht von Waffenlieferungen über lange Zeit

769
0

Nato-Chef Jens Stoltenberg sieht kaum eine Chance auf ein rasches Ende der Gewalt in der Ukraine: Russland wird seine Angriffswellen noch verstärken, so der Nato-Chef. Er nimmt Staaten wie Deutschland daher in die Pflicht.

Seit knapp 13 Monaten tobt der russische Angriffskrieg in der Ukraine. Und nach Einschätzung von Jens Stoltenberg ist eine Entspannung äußert unwahrscheinlich. Der Nato-Generalsekretär, der im Oktober aus dem Amt scheidet, hat sich im britischen »Guardian« zu der Entwicklung in Osteuropa geäußert .

»Präsident Wladimir Putin plant nicht für den Frieden. Er plant für noch mehr Krieg«, so Stoltenberg mit Blick auf den Kremlchef. So würde Russland seine Rüstungsbemühungen weiter intensivieren und sich zusehends an autoritäre Regime wie in Nordkorea oder Iran wenden, um Waffen zu bekommen.

Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern, müsse der Westen die Ukraine über eine lange Zeit mit Waffen, Munition und Ersatzteilen versorgen. »Der Bedarf wird bestehen bleiben, weil dies ein Abnutzungskrieg ist. Hier geht es um die Fähigkeit der Industrie, die Unterstützung zu gewährleisten.« Länder wie die USA, Großbritannien, Deutschland und Frankreich seien besonders in der Pflicht.

Derzeit verbrauche die Ukraine ihre Munition schneller, als produziert werde, so Stoltenberg. Neue vertragliche Zusagen dürften hier aber schon bald für Abhilfe sorgen. Militärisch müsse es der Ukraine möglich gemacht werden, Territorium nicht nur zu verteidigen – sondern auch besetzte Gebiete zurückzugewinnen.

Derzeit, so Stoltenberg zum »Guardian«, werfe Russland vor allem in der schwer umkämpften ostukrainischen Stadt Bachmut »Tausende und Abertausende in die Schlacht, um unter hohen Verlusten minimale Gebietsgewinne zu erreichen«.

Bachmut berichtet von »Nachlassen des Angriffsschwungs«

In Bachmut haben die Verteidiger nach eigener Darstellung zwischenzeitlich neue Angriffe russischer Truppen abgewehrt. Wie der Generalstab in Kiew am Abend erklärte, hatten russische Einheiten versucht, die Zange um die Stadt von Norden und Süden zu schließen.

»Der Gegner setzte seine Bemühungen fort, die Stadt zu erobern, und das mit erheblichen Verlusten an Truppen und Waffen«, heißt es im täglichen Lagebericht. Inzwischen sei ein »Nachlassen des Angriffsschwungs« der russischen Kräfte erkennbar geworden.

Quelle: https://www.spiegel.de/ausland/jens-stoltenberg-nato-chef-beklagt-putins-zermuerbungskrieg-und-schwoert-westen-auf-unterstuetzung-ein-a-a6c4a857-8e8a-4028-88eb-a82d334db4fe

 

Lesen Sie auch:

Urandeponien in der Ukraine bedrohen ganz Europa

Urandeponien in der Ukraine bedrohen ganz Europa Vor dem Hintergrund der militärischen Spezialoperation Russlands zur Verteidigung von Donbass ist das Thema einer möglichen von Menschen verursachten Katastrophe in der Ukraine zu einer ernsthafteren Sicherheitsbedrohung geworden. Es geht um die Folgen, die bei Militäroperationen in einer Region voller Industrieunternehmen mit gefährlicher Produktion auftreten können und falls […]

Mehr...

Leitzinserhöhung: Wenn das Eigenheim auf einmal 25 Prozent teurer ist

Seit Monaten macht den US-Amerikanern eine Rekord-Inflation zu schaffen. Nun hat die Notenbank Fed heftig reagiert. Besonders auf dem Immobilienmarkt führt das zu immensen Turbulenzen. Von Reinhard Baumgarten. mehr Meldung bei www.tagesschau.de lesen https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-auswirkungen-fed-leitzins-101.html

Mehr...

Liveblog: ++ Sjewjerodonezk größtenteils in russischer Hand ++

Laut dem Gouverneur der Region Luhansk ist die Stadt Sjewjerodonezk zum größten Teil in russischer Hand. Interfax zufolge halten russische Atom-Streitkräfte derzeit Militärübungen ab. Alle Entwicklungen im Liveblog. mehr Meldung bei www.tagesschau.de lesen https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-ukraine-mittwoch-125.html

Mehr...
All Works and Words Copyright © 2019 Die Wahl