UN-Sicherheitsrat zu Kachowka-Staudamm: Gegenseitige Schuldzuweisungen

1.011
0

Nach der Zerstörung des Kachowka-Staudamms haben sich Kiew und Moskau vor dem UN-Sicherheitsrat gegenseitig die Schuld zugewiesen. Der ukrainische UN-Botschafter sagte, die Sprengung sei „ein weiteres Beispiel für den russischen Völkermord“.

Die Tragödie um den zerstörten Kachowka-Staudamm sei ein weiteres Beispiel dafür, wie schrecklich der Krieg für die Menschen sei, sagte UN-Generalsekretär Antonio Guterres bereits vor der Sondersitzung des Sicherheitsrats – die ohne ihn stattfand.

Die Ukraine beschuldigt Russland, den Damm gesprengt zu haben. Moskau behauptet, dass ukrainische Truppen die Anlage beschossen hätten.

Doch wie fast alle Mitglieder des Sicherheitsrats, hob Guterres bereits den Kernpunkt hervor: Die Zerstörung des Staudamms im Süden der Ukraine sei eine neuerliche, desaströse Auswirkung des russischen Überfalls auf das Nachbarland.

Genaue Hintergründe noch unklar

Guterres betonte auch: Die Vereinten Nationen hätten keine unabhängigen Erkenntnisse darüber, wie es zur Zerstörung des Damms gekommen sei. Das hatte auch Washingtons UN-Vertreter, Robert Wood, vor der Sitzung erklärt. Es gebe noch keine gesicherten Erkenntnisse über die Hintergründe der Zerstörung.

Wood betonte: Er halte eine Sabotage durch Kiew aber für unwahrscheinlich. „Warum sollte die Ukraine so etwas ihrem eigenen Territorium und ihren eigenen Menschen antun, ihr Land überschwemmen und Zehntausende dazu zwingen, ihre Häuser zu verlassen? Das macht einfach keinen Sinn.“

Weiterlesen: https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/un-sicherheitsrat-staudamm-ukraine-100.html

Lesen Sie auch:

Drohnenbilder aus Asow-Stahlwerk – Hier werden verletzte Ukrainer abtransportiert

Hier werden verletzte Ukrainer abtransportiert Foto: pravdaGerashchenko_en/telegram Reuters Dauer: 01:44 https://www.bild.de/video/clip/video/drohnenbilder-aus-azovstal-hier-retten-sie-die-verletzten-ukrainer-80116328,auto=false.bild.html…

Mehr...

Hoffnung aus anderen Zeiten: 25 Jahre Grundsatzakte NATO-Russland

Die NATO-Russland-Grundakte von 1997 war ein historischer Versuch, den Kalten Krieg endlich hinter sich zu lassen und gemeinsam ein neues Kapitel der Zusammenarbeit aufzuschlagen. 25 Jahre später mutet die Verständigung fast an, als wäre sie aus der Zeit gefallen. Von Alexander Göbel. mehr Meldung bei www.tagesschau.de lesen https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-nato-russland-grundakte-101.html

Mehr...

Axel-Springer-Chef: Döpfner gibt Posten als Verleger-Präsident ab

Der zunehmend in die Kritik geratene Axel-Springer-Chef Döpfner tritt vorzeitig als Präsident des Zeitungsverbands BDZV ab. Er wolle sich stattdessen intensiver um das US-Geschäft des Springer-Verlags kümmern, teilte Döpfner mit. mehr Meldung bei www.tagesschau.de lesen https://www.tagesschau.de/inland/doepfner-axel-springer-bdzv-reichelt-101.html

Mehr...
All Works and Words Copyright © 2019 Die Wahl