Wagner rekrutierte in Gefängnissen Britische: Geheimdienste warnen vor Begnadigung von Söldnern

593
0

Die Begnadigung ehemaliger Häftlinge, die als Söldner für die Wagner-Gruppe gedient haben, könnte sich als potentielles Risiko für die russische Gesellschaft herausstellen. Davor warnen britische Geheimdienste. In den kommenden Wochen würden voraussichtlich Tausende Inhaftiere freigelassen, die in der Ukraine gekämpft haben.

London. Britische Geheimdienste halten die Begnadigung der aus Gefängnissen rekrutierten Wagner-Söldner für ein Risiko für die russische Gesellschaft. In den kommenden Wochen würden voraussichtlich Tausende russische Inhaftierte, die im Ukraine-Krieg für die Gruppe der Wagner-Söldner gekämpft hätten, begnadigt und freigelassen, hieß es am Dienstag im täglichen Kurzbericht des britischen Verteidigungsministeriums.

Bei der Rekrutierung aus Gefängnissen im Zuge einer Aufstockung der russischen Truppen sei den Wagner-Veteranen in Aussicht gestellt worden, dass ihre Haftstrafen nach sechs Monaten Kriegsdienst aufgehoben werden.

Hälfte der Häftlinge getötet oder verletzt

Da die Rekrutierung von Wagner-Häftlingen im vergangenen Herbst nach Angaben der Briten ihren Höhepunkt erreichte, läuft die Spanne von sechs Monaten nun für viele Betroffene ab – wobei rund die Hälfte von ihnen nach britischen Angaben im Kampf getötet oder verletzt worden sein soll. Die plötzliche Eingliederung von oft gewalttätigen früheren Straftätern mit kürzlichen traumatischen Kampferfahrungen werde mutmaßlich eine große Herausforderung für Russlands Gesellschaft in Kriegszeiten darstellen, hieß es aus London.

Außerdem werde sich der Personalmangel in den russischen Truppen verstärken, da Wagner wohl mittlerweile nicht mehr in Gefängnissen rekrutieren dürfe. Zuvor hatte dies den Angaben zufolge unter Einverständnis der russischen Führung stattgefunden.

Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine unter Berufung auf Geheimdienstinformationen täglich Informationen zum Kriegsverlauf. Damit will die britische Regierung sowohl der russischen Darstellung entgegentreten als auch Verbündete bei der Stange halten. Moskau wirft London eine Desinformationskampagne vor.

Quelle: https://www.rnd.de/politik/britische-geheimdienste-warnen-vor-begnadigung-von-soeldnern-II5Q2J3QLCNLTWJPUF3BOXR55Q.html

Lesen Sie auch:

Selenskyj: Russische Armee mit „maximaler Kampfkraft“ im Donbass

In der Ostukraine baut die russische Armee offenbar immer mehr Druck auf die ukrainischen Verteidiger auf. Nach Einschätzung des ukrainischen Präsidenten Selenskyj ist die Lage im Donbass äußerst schwierig. mehr Meldung bei www.tagesschau.de lesen https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ostukraine-selenskyj-101.html

Mehr...

Südafrikas Behörden nach Starkregen in der Kritik

Der Starkregen in Südafrika hat mehr als 250 Menschen das Leben gekostet. Weil noch viele Personen vermisst werden, dürfte diese Zahl noch steigen. Immer lauter wird nun die Kritik an den Behörden. Von Jana Genth. mehr Meldung bei www.tagesschau.de lesen https://www.tagesschau.de/ausland/afrika/suedafrika-starkregen-105.html

Mehr...

Dutzende Zivilisten in Vorort von Kiew getötet

Dutzende Leichen auf den Straßen, scheinbar wahllos erschossen – aus der Stadt Butscha bei Kiew kommen grauenvolle Berichte und Bilder. Russische Soldaten hätten die Zivilisten getötet, berichten Anwohner. Von Bernd Musch-Borowska. mehr Meldung bei www.tagesschau.de lesen https://www.tagesschau.de/ausland/europa/butscha-kiew-tote-russische-armee-ukraine-krieg-101.html

Mehr...
All Works and Words Copyright © 2019 Die Wahl