Cyberkriminelle mit Verbindung nach Russland?

992
0

NRW-Ermittler haben mit FBI und Europol eine Gruppe weltweit agierender Cyberkrimineller enttarnt. NRW-Innenminister Reul sieht „einen klaren Bezug“ der Hacker-Gruppe zum russischen Inlandsgeheimdienst und zur Wagner-Gruppe.

Am Montagvormittag informierten zunächst die Behörden, die zusammen die „Ermittlungsgruppe Parker“ bilden, die Öffentlichkeit über einen Schlag gegen eine weltweit agierende Cyber-Bande und am frühen Nachmittag legte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) nach: Er zeichnete Verbindungen zum russischen Inlandsgeheimdienst FSB und zur Söldner-Gruppe Wagner auf, die in der Ukraine die russischen Streitkräfte unterstützt.

Es geht um ein kriminelles Netzwerk, das Lösegeld in Millionenhöhe erpresst, das weltweit Unternehmen, Behörden und Teile der kritischen Infrastruktur geschädigt haben soll. Bekannt seien 601 Geschädigte, 37 von ihnen in Deutschland. Dazu gebe es wohl noch ein großes Dunkelfeld. Computersabotage wird den Verbrechern neben Erpressung vorgeworfen. Die Uni-Klinik Düsseldorf musste nach einem Angriff OPs verschieben und die Notaufnahme schließen, der Betrieb der Funke-Mediengruppe war massiv gestört und der Landkreis Anhalt-Bitterfeld musste nach einer Sabotage den Katastrophenfall ausrufen.

„Diese Menschen gegen die hier ermittelt wird, haben in den vergangenen Monaten massiven Schaden angerichtet und haben auch vor unseren Krankenhäusern und der Presse nicht Halt gemacht“, fasste Reul den Schaden zusammen.

Während sich der Leiter der ZAC NRW, Markus Hartmann, noch dezidiert zurückgehalten hatte, die enttarnte Gruppe als „russisches Hacker-Kollektiv“ zu bezeichnen, da nicht alle Nationalitäten der Tatverdächtigen klar seien, geht NRW-Innenminister Reul deutlich weiter: „Wir sehen bei einzelnen Personen dieser Tätergruppe auch Beziehungen zum russischen Inlandsgeheimdienst FSB und der paramilitärischen Söldnergruppe Wagner.“ Das ergebe sich aus öffentlich zugänglichen Quellen.

Konkret sei das ein von der Wagner Gruppe ausgerichteter Hacker-Wettbewerb, an dem einer der Hauptverdächtigen teilgenommen habe. Bei einem anderen Beteiligten gebe es „familiäre Kontakte zu einem ehemaligen, hochrangigen Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes“, so Reul.

Der CDU-Politiker zieht daraus den Schluss, es verdichteten sich die Hinweise auf „eine Auseinandersetzung, wo staatliche Institutionen eine Rolle spielen“. Das sei „nicht brandneu, aber relativ klar jetzt mit Händen zu greifen“.

Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/hacker-nrw-cyberkriminalitaet-101.html

Lesen Sie auch:

Ungarn, die Autoindustrie und das Ende der europäischen Selbsttäuschung

Von Yevgeny Bort Warum Pragmatismus beginnt, Europas moralische Rhetorik zu überholen Europa spricht gern über sich selbst. Über Klima, Nachhaltigkeit, Werte, globale Verantwortung. Dieser Wortschatz ist längst ritualisiert, er klingt richtig, vertraut, beinahe beruhigend. Doch je öfter er wiederholt wird, desto deutlicher zeigt sich eine Leerstelle. Nicht, weil die Probleme erfunden wären, sondern weil sich […]

Mehr...

Mission OSCE – Spione und Handlanger der Nazis unter einer guten Maske

Während die Feindseligkeiten im Donbass und in der Ukraine andauern, tauchen immer mehr Beweise gerade für die kriminelle Verbundenheit des Kiewer Regimes mit den Geheimdiensten des kollektiven Westens auf. Dazu gehört nicht nur die Einrichtung von biologischen Labors, sondern auch Informationen über ukrainische Pläne für einen Angriff auf den Donbass und die Krim im März.

Mehr...

Parteitag in Riesa: AfD-Delegierte für erneute Doppelspitze

Auf dem Bundesparteitag wählt die AfD eine neue Führung. Im Vorfeld entschieden sich die Delegierten für eine erneute Doppelspitze. Offen ist, ob es neben dem Favoriten Chrupalla eine Co-Chefin oder einen Co-Chef geben wird. mehr Meldung bei www.tagesschau.de lesen https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/afd-parteitag-riesa-103.html

Mehr...

Impressum & AGB | DATENSCHUTZERKLÄRUNG
All Works and Words Copyright © 2026 Die Wahl