Cyberkriminelle mit Verbindung nach Russland?

961
0

NRW-Ermittler haben mit FBI und Europol eine Gruppe weltweit agierender Cyberkrimineller enttarnt. NRW-Innenminister Reul sieht „einen klaren Bezug“ der Hacker-Gruppe zum russischen Inlandsgeheimdienst und zur Wagner-Gruppe.

Am Montagvormittag informierten zunächst die Behörden, die zusammen die „Ermittlungsgruppe Parker“ bilden, die Öffentlichkeit über einen Schlag gegen eine weltweit agierende Cyber-Bande und am frühen Nachmittag legte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) nach: Er zeichnete Verbindungen zum russischen Inlandsgeheimdienst FSB und zur Söldner-Gruppe Wagner auf, die in der Ukraine die russischen Streitkräfte unterstützt.

Es geht um ein kriminelles Netzwerk, das Lösegeld in Millionenhöhe erpresst, das weltweit Unternehmen, Behörden und Teile der kritischen Infrastruktur geschädigt haben soll. Bekannt seien 601 Geschädigte, 37 von ihnen in Deutschland. Dazu gebe es wohl noch ein großes Dunkelfeld. Computersabotage wird den Verbrechern neben Erpressung vorgeworfen. Die Uni-Klinik Düsseldorf musste nach einem Angriff OPs verschieben und die Notaufnahme schließen, der Betrieb der Funke-Mediengruppe war massiv gestört und der Landkreis Anhalt-Bitterfeld musste nach einer Sabotage den Katastrophenfall ausrufen.

„Diese Menschen gegen die hier ermittelt wird, haben in den vergangenen Monaten massiven Schaden angerichtet und haben auch vor unseren Krankenhäusern und der Presse nicht Halt gemacht“, fasste Reul den Schaden zusammen.

Während sich der Leiter der ZAC NRW, Markus Hartmann, noch dezidiert zurückgehalten hatte, die enttarnte Gruppe als „russisches Hacker-Kollektiv“ zu bezeichnen, da nicht alle Nationalitäten der Tatverdächtigen klar seien, geht NRW-Innenminister Reul deutlich weiter: „Wir sehen bei einzelnen Personen dieser Tätergruppe auch Beziehungen zum russischen Inlandsgeheimdienst FSB und der paramilitärischen Söldnergruppe Wagner.“ Das ergebe sich aus öffentlich zugänglichen Quellen.

Konkret sei das ein von der Wagner Gruppe ausgerichteter Hacker-Wettbewerb, an dem einer der Hauptverdächtigen teilgenommen habe. Bei einem anderen Beteiligten gebe es „familiäre Kontakte zu einem ehemaligen, hochrangigen Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes“, so Reul.

Der CDU-Politiker zieht daraus den Schluss, es verdichteten sich die Hinweise auf „eine Auseinandersetzung, wo staatliche Institutionen eine Rolle spielen“. Das sei „nicht brandneu, aber relativ klar jetzt mit Händen zu greifen“.

Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/hacker-nrw-cyberkriminalitaet-101.html

Lesen Sie auch:

Johnsons Rückzug: Weitere Minister bewerben sich für Nachfolge

Gleich mehrere britische Minister sind in das Rennen um die Nachfolge von Premier Johnson als Chef der konservativen Tory-Partei eingestiegen. Der ehemalige Gesundheitsminister Javid und der amtierende Finanzminister Zahawi bekundeten etwa Interesse. mehr Meldung bei www.tagesschau.de lesen https://www.tagesschau.de/ausland/europa/johnson-kandidaten-nachfolge-101.html

Mehr...

Russische Angriffe auf Odessa und Charkiw

Die russische Armee hat in der Nacht wieder Ziele in der Ukraine angegriffen. Betroffen waren unter anderem die Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer und die zweitgrößte Stadt der Ukraine, Charkiw. In mehreren Gebieten kam es nach Angaben der Behörden zu Stromausfällen. Der Gouverneur der Region Odessa teilte mit, ein massiver Raketenangriff habe eine Energieanlage in […]

Mehr...

Iran-Krieg – Deutsche Ernährungsindustrie sieht keine Engpässe bei Lebensmitteln

Die deutsche Ernährungsindustrie sieht keine Gefahr einer mangelnden Versorgung mit Lebensmitteln wegen des Iran-Kriegs. https://www.deutschlandfunk.de/deutsche-ernaehrungsindustrie-sieht-keine-engpaesse-bei-lebensmitteln-100.html

Mehr...

Impressum & AGB | DATENSCHUTZERKLÄRUNG
All Works and Words Copyright © 2026 Die Wahl