Kremlsprecherin berichtet von Kämpfen zwischen den Eliten

1.511
0

Machtkämpfe unter russischen Eliten und ein Kontrollverlust des Kremls? Nun hat die Sprecherin des russischen Außenministeriums öffentlich Probleme eingeräumt.

Immer wieder dringen Informationen über Machtkämpfe im inneren Zirkel von Kremlchef Wladimir Putin an die Öffentlichkeit. Dabei sorgt unter anderem der Chef der Söldnertruppe „Wagner“, Jewgeni Prigoschin, mit seiner Kritik an der russischen Kriegsführung für Aufsehen. Das führt zu einem weiteren Problem für die russische Führung: denn Ultrapatrioten werfen dem Kreml vor, bei der „Propagandaschlacht“ gegen die Ukraine versagt zu haben.

Doch was ist wirklich dran an den Berichten, dass Putin die Informationshoheit in seinem Land verliert? Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat nun offenbar zugegeben, dass der Kreml die „zentrale Kontrolle“ über den russischen Informationsraum aufgegeben hat und Putin dies auch nicht ohne Weiteres ändern kann. Das schreiben Experten des amerikanischen Instituts für Kriegsstudien (ISW) in ihrem jüngsten Lagebericht zu Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Während einer Podiumsdiskussion am 11. März in Moskau habe Sacharowa demnach erklärt, dass der Kreml darin versagt habe, ein modernes Äquivalent zum sowjetischen Informationsbüro nach Stalins Vorbild einzurichten. Der Grund seien „Machtkämpfe“ zwischen den „Eliten“.

Bei dem Treffen debattierten laut ISW Vordenker, Journalisten und Unterstützer der sogenannten Noworossija-Bewegung über die „praktischen und technologischen Aspekte der Informations- und kognitiven Kriegsführung in der gegenwärtigen Situation“. Mit Noworossija, zu Deutsch: Neurussland, werden die ukrainischen Gebiete, die sich Russland einverleiben will, bezeichnet.

Es sei bei der Diskussion zu einem Schlagabtausch zwischen Sacharowa und dem kremlnahen Unternehmer und Internetexperten Igor Aschmanow gekommen. Denn der habe die „zwiespältige Informationspolitik“ der russischen Führung auf offener Bühne kritisiert. Die Armeeführung spreche etwa von einem „Krieg“, obwohl davon offiziell keine Rede sein dürfe, soll Aschmanow gesagt haben. Er habe bekräftigt, dass die russische Führung sich ein Beispiel an der Informationspolitik Stalins im zweiten Weltkrieg nehmen solle.

Lesen Sie auch:

Menschen in Charkiws Metro: Die Angst vor dem Leben da oben

Wochenlang haben unzählige Menschen in Charkiws Metrostationen Schutz gesucht. Nach dem Rückzug der Russen soll die Bahn wieder fahren. Doch manche haben Angst vor dem, was sie draußen erwarten könnte. Von A. Beer. mehr Meldung bei www.tagesschau.de lesen https://www.tagesschau.de/ausland/europa/charkiw-metro-101.html

Mehr...

Bundesliga – BVB setzt auf Kaderumbau – Watzke: „Neue Reizpunkte setzen“

Dortmund (dpa) – Ein umfassender Kaderumbau soll Borussia Dortmund nach einer durchwachsenen Saison und der Trennung von Trainer Marco Rose zu mehr Schlagkraft verhelfen. „Es war der Zeitpunkt da, wieder mehr Reibung zu erzeugen und neue Reizpunkte zu setzen“, sagte Hans-Joachim Watzke, Geschäftsfüh https://www.t-online.de/sport/fussball/bundesliga/id_92286698/bundesliga-bvb-setzt-auf-kaderumbau-watzke-neue-reizpunkte-setzen-.html

Mehr...

USA: Russland will Waffen von Nordkorea kaufen

Russland bemüht sich nach Angaben der US-Regierung weiterhin um die Beschaffung von Waffen und Munition aus Nordkorea. „Uns liegen neue Informationen vor, wonach Russland aktiv versucht, zusätzliche Munition von Nordkorea zu erwerben“, sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates der USA, John Kirby. Im Mittelpunkt dieser Bemühungen stehe ein Waffenhändler mit dem Namen Aschot Mkrtytschew. Über […]

Mehr...

Impressum & AGB | DATENSCHUTZERKLÄRUNG
All Works and Words Copyright © 2026 Die Wahl