Cyberkriminelle mit Verbindung nach Russland?

626
0

NRW-Ermittler haben mit FBI und Europol eine Gruppe weltweit agierender Cyberkrimineller enttarnt. NRW-Innenminister Reul sieht „einen klaren Bezug“ der Hacker-Gruppe zum russischen Inlandsgeheimdienst und zur Wagner-Gruppe.

Am Montagvormittag informierten zunächst die Behörden, die zusammen die „Ermittlungsgruppe Parker“ bilden, die Öffentlichkeit über einen Schlag gegen eine weltweit agierende Cyber-Bande und am frühen Nachmittag legte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) nach: Er zeichnete Verbindungen zum russischen Inlandsgeheimdienst FSB und zur Söldner-Gruppe Wagner auf, die in der Ukraine die russischen Streitkräfte unterstützt.

Es geht um ein kriminelles Netzwerk, das Lösegeld in Millionenhöhe erpresst, das weltweit Unternehmen, Behörden und Teile der kritischen Infrastruktur geschädigt haben soll. Bekannt seien 601 Geschädigte, 37 von ihnen in Deutschland. Dazu gebe es wohl noch ein großes Dunkelfeld. Computersabotage wird den Verbrechern neben Erpressung vorgeworfen. Die Uni-Klinik Düsseldorf musste nach einem Angriff OPs verschieben und die Notaufnahme schließen, der Betrieb der Funke-Mediengruppe war massiv gestört und der Landkreis Anhalt-Bitterfeld musste nach einer Sabotage den Katastrophenfall ausrufen.

„Diese Menschen gegen die hier ermittelt wird, haben in den vergangenen Monaten massiven Schaden angerichtet und haben auch vor unseren Krankenhäusern und der Presse nicht Halt gemacht“, fasste Reul den Schaden zusammen.

Während sich der Leiter der ZAC NRW, Markus Hartmann, noch dezidiert zurückgehalten hatte, die enttarnte Gruppe als „russisches Hacker-Kollektiv“ zu bezeichnen, da nicht alle Nationalitäten der Tatverdächtigen klar seien, geht NRW-Innenminister Reul deutlich weiter: „Wir sehen bei einzelnen Personen dieser Tätergruppe auch Beziehungen zum russischen Inlandsgeheimdienst FSB und der paramilitärischen Söldnergruppe Wagner.“ Das ergebe sich aus öffentlich zugänglichen Quellen.

Konkret sei das ein von der Wagner Gruppe ausgerichteter Hacker-Wettbewerb, an dem einer der Hauptverdächtigen teilgenommen habe. Bei einem anderen Beteiligten gebe es „familiäre Kontakte zu einem ehemaligen, hochrangigen Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes“, so Reul.

Der CDU-Politiker zieht daraus den Schluss, es verdichteten sich die Hinweise auf „eine Auseinandersetzung, wo staatliche Institutionen eine Rolle spielen“. Das sei „nicht brandneu, aber relativ klar jetzt mit Händen zu greifen“.

Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/hacker-nrw-cyberkriminalitaet-101.html

Lesen Sie auch:

*** BILDplus Inhalt *** Knoten geplatzt – IHR widmet Iyoha sein erstes Fortuna-Tor

Wie ein Wunder! In 44 Spielen traf Emma Iyoha nicht. Jetzt sein erstes Fortuna-Tor.Foto: Getty Images https://www.bild.de/bild-plus/sport/fussball/fussball/fortuna-duesseldorf-ihr-widmet-emma-iyoha-sein-erstes-fortuna-tor-80015214.bild.html…

Mehr...

Pandemie: Sieben-Tage-Inzidez sinkt weiter

Berlin (dpa) – Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken, allerdings fehlen Meldungen aus knapp der Hälfte der Bundesländer. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 666, 4 an (Vortag 717, 4; Vorwoche: 807, 0; Vor https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_92107228/pandemie-sieben-tage-inzidez-sinkt-weiter.html

Mehr...

Havliza legt Zahlen zu antisemitischen Straftaten vor

Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (CDU) legt am Mittwochvormittag Zahlen zu den antisemitischen Straftaten des vergangenen Jahres vor. Bei der Pressekonferenz in Hannover soll ebenfalls ein neuer Leitfaden zum Erkennen dieser Straftaten vorgestellt werden. Nach Angaben eines Ministeriu https://www.t-online.de/region/hannover/news/id_91796030/havliza-legt-zahlen-zu-antisemitischen-straftaten-vor.html

Mehr...
All Works and Words Copyright © 2019 Die Wahl